BLÜTEZEIT

 

Selbstporträts aus dem Fundus meiner Tochter, aufgenommen in einem Fotoautomaten bilden die Vorlage.

Einerseits dokumentieren sie das Moment des Sich-Erinnern-Wollens, andererseits entwerfen sie eine Bühne für mögliche Szeniarien der eigenen Darstellung.

Gerade die Tatsache, dass diese persönlichen Erinnerungsbilder in vielen privaten Fotoalben auftauchen, transformiert persönliches Gedächtnis in kollektives Erinnern.

 

... «Der Begriff «Blütezeit», der hier Titel gebend ist, wird in China nicht nur mit der Zeit des Blühens in Verbindung gebracht, sondern, im übertragenen Sinn, auch mit der erwartungsreichen Zeit, wenn Kinder zu Erwachsenen werden. (...) Doch Annatina Graf sucht – wohl mehr in sich selbst als in der Projektion auf ihre Kinder – bewusst die subtilen Momente der Träume, Hoffnungen und Sehnsüchte, die sich in dieser Zeit eröffnen.»...

 

Annelise Zwez in «Blütezeit», erschienen bei Edition Hirschkuh, Kleinlützel, 2008